Montag, 29. August 2011

Unvollkommene Vollkommenheiten und andere Perfektionen

Was denken wir eigentlich?
Sind es die Gedanken, die wir aus logischen Zusammenhängen schlußfolgern können, die unser Verstand zu einem Ganzen zusammenfügt?
Sind es Ahnungen, ausgehend von der Natur des Menschen, ein Kribbeln der Sinne?
Oder werden sie im tiefsten und unentbehrlichsten Teil unseres Wesens geboren, dort, wo alles Eins ist? Wo jegliche Regung unserer Welt aufgenommen und verankert ist? Wo niemand vermag zu sagen, was es ist, das dort alles verborgen ruht? Dort, in unserer Seele? In unserem Herzen?
Jedenfalls weiß ich, dass Gedanken etwas sehr wertvolles sind. Egal, ob sie nun eher unangenehm sind oder uns beinahe vergessen lassen, was wir eigentlich sind, weil sie soviel Schönheit ausstrahlen.
Denn durch die Gedanken verarbeiten wir all das, was unser Herz flüstert und wimmert, was es aufsaugt in jedem Augenblick, mit jedem Atemzug. Manchmal ist es lästig, aber im Grunde beweist uns das nur, dass etwas sehr wichtig ist. Etwas will unser Herz uns sagen und unser Verstand redet aus Vernunft ebenso häftig auf uns ein, dass es nur schwer ist zu unterscheiden, ob wir nun durch unseren Verstand oder unser Herz denken. Gewiss ist, dass wir beides miteinander vereinen, man muss nur lernen, die Prioritäten richtig einzuteilen - in einem Moment des Brüllens des Verstandes nur auf das leise Flüstern des Herzens zu hören.
"Cogito ergo sum." - ich denke, also bin ich.
Ich bin, mit Leib und Seele, mit Vernunft und Leidenschaft, mit Verstand und Gefühl.